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Trekking, City, Cross, BMX, ATB, MTB, wo liegt denn da der Unterschied?


Wie bei allen anderen Sport- und Freizeitaktivitäten gibt es natürlich auch beim Radfahren für jeden Einsatzzweck das passende Instrument, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen.

Im Laufe der Jahre haben sich daher die verschiedensten Arten entwickelt, genauso wie bei Schuhen oder Autos.

Häufig kommen neue Entwicklungen im Fahrradbereich aus dem Hochleistungssport und finden erst viel später den Weg in die Freizeit, wie zum Beispiel Rahmen aus Carbon oder Federgabeln.

"Was für die Profis gut ist, kann für mich doch nicht schlecht sein" wird der ein oder andere denken, sollte sich dabei aber über Folgendes im Klaren sein: Für jemanden, der mit dem Radfahren sein Geld verdient, ist das Rad ein Arbeitsgerät wie ein Computer oder eine Bohrmaschine. Bequemlichkeit, Sicherheit oder Optik sind vollkommen uninteressant, wenn es um Sieg oder Niederlage geht.

Das sind aber genau die Punkte, nach denen der Freizeitfahrer seine Kaufentscheidung richten sollte, denn für ihn geht es nicht um den Gewinn von Medaillen, sondern von Spass und Lebensfreude.

Deshalb gilt auch hier der Grundsatz:

Niemand kann besser beurteilen, welches Rad für Sie das richtige ist, als Sie selbst.

Daraus ergibt sich automatisch der nächste wichtige Punkt:

Kaufen Sie kein Rad, mit dem Sie zuvor nicht Probe gefahren sind.

Selbstverständlich sollten Sie sich entsprechend beraten lassen, welche Ausstattung für Ihre Zwecke die richtige ist, aber lassen Sie sich niemals, auch nicht von gut gemeinten Ratschlägen, dazu verleiten, etwas zu kaufen, von dem Sie nicht überzeugt sind.

Checkliste für den Fahrradkauf

Entscheidend ist in erster Linie der Einsatzzweck und die Intensität der Nutzung. Logischerweise muss ein Rad, das täglich genutzt wird, allen Witterungseinflüssen ausgesetzt ist und einen entsprechend hohen Verschleiß hat, eine höhere Qualität haben, als das typische "Schönwetter-Rad" für die gemütliche Tour an einem trockenen, sonnigen Wochenende.

Ich kann nicht nachvollziehen, warum ich viel Geld für ein Fahrrad ausgeben soll, wenn ich im Internet oder Baumarkt nur den Bruchteil für etwas Vergleichbares bezahle.

Eine ganz einfache Faustformel, die bereits seit DM-Zeiten existiert, besagt, dass ein vernünftiges Rad mindestens 1000 Mark, also umgerechnet 500 Euro kosten muss. Wenn man bedenkt, dass jedes Fahrrad aus ca. 270 Einzelteilen besteht, ist selbst dieser Preis noch recht knapp bemessen.

Im ersten Moment wirken alle Fahrräder sehr ähnlich - ein Sattel, zwei Räder, ein Lenker, nur mit einer riesigen Preisdifferenz. Dieses Phänomen kennen Sie auch von Autos, Kaffeemaschinen oder Fernsehern, nur mit dem entscheidenden Unterschied:   Geht Ihr Akkuschrauber kaputt, ist das nur ärgerlich, geht hingegen Ihr Fahrrad kaputt, sind Sie unter Umständen gerade mitten im Berufsverkehr damit unterwegs, und das kann schlimme Folgen haben. Doch nicht nur die oftmals haarsträubende Qualität vieler Billigräder ist für den Preis verantwortlich, sondern auch das Drumherum:

Die Katze im Sack: Ob ein Fahrrad zu Ihnen und Ihren Ansprüchen passt, können Sie nur auf eine Art herausfinden. Ganz sicher nicht, weil die Werbung oder der Verkäufer dies verspricht. Stimmen Rahmenhöhe, Geometrie, Sitzposition und lässt sich daran im Nachhinein noch etwas ändern? Alles Fragen, die ein geschlossener Karton nicht beantworten kann. Oder würden Sie ein Sofa kaufen, ohne vorher Probe zu sitzen, nur um etwas Geld zu sparen?

Was nicht passt, kann nicht immer passend gemacht werden: Herr und Frau Meier haben einen Größenunterschied von 30 cm, fahren aber beide die gleiche Rahmenhöhe, weil das Rad nur in einer Größe erhältlich ist. Würden Sie auch die gleiche Schuhgröße tragen, nur um etwas Geld zu sparen?

Garantie übernimmt der Kunde: Billigräder sind in der Regel vormontiert, d.h. sie müssen zuerst einmal fahrbereit gemacht werden. Dies dauert bei einem hochwertigen Rad in einer Fachwerkstatt ca. 30 Minuten, bei minderwertigen Modellen deutlich länger. Werden hier aus Unwissenheit oder mit dem falschen Werkzeug Fehler gemacht, ist das Grund genug für den Handel, sich nichts von nachträglichen Reklamationen anzunehmen. Von dem Risiko einer abfallenden Pedale oder eines lockeren Vorbaus während der Fahrt ganz zu schweigen. Oder würden Sie ein Auto kaufen, bei dem Sie zuerst das Lenkrad selbst montieren müssen, nur um etwas Geld zu sparen?

Service Fehlanzeige: Jedes neue Fahrrad sollte nach einer gewissen Zeit noch einmal nachkontrolliert werden, da sich Züge längen, Speichen setzen oder Schrauben lösen können. Diese sogenannte Erstinspektion, bei "Fahrräder Hecken" im Kaufpreis bereits enthalten, dient Ihrer Sicherheit und kann größere Schäden frühzeitig verhindern. Oder würden Sie auf eine Nachbehandlung beim Arzt verzichten, nur um etwas Geld zu sparen?

Stellen Sie sich vor, Sie kommen in ein Fahrradgeschäft, in dem Äpfel, Hundefutter oder Waschmaschinen zum Schnäppchenpreis angeboten werden. Wie seriös und kompetent würden Sie diesen Laden und seine Mitarbeiter einschätzen?

Ich bevorzuge eine besonders bequeme, aufrechte Sitzposition, hohe Geschwindigkeit ist mir überhaupt nicht wichtig.

Im ersten Moment wird jeder sagen „Natürlich will ich bequem sitzen, alles andere wäre doch Unsinn.“ Dabei muss allerdings klar sein, dass jeder Mensch eine andere Ansicht davon hat, was für ihn komfortabel ist und dass eine sehr aufrechte Sitzposition, die die allermeisten Freizeitfahrer als bequem bezeichnen, auch gewisse Einschränkungen mit sich bringt.

Prinzipiell muss immer genau abgewogen werden, wie wichtig einem die Bequemlichkeit im Verhältnis zum Gewicht des Rades ist, denn eine Federung z.B. macht das Rad zwar bequemer, aber automatisch auch schwerer, ebenso wie ein dick gepolsteter Sattel. Da jedem in Bezug auf Bequemlichkeit zuerst immer der Sattel einfällt, kann ich ihnen nur folgendes sagen: Mit Sicherheit gibt es für jeden Menschen den idealen Sattel, er muss nur gefunden werden. Dabei spielen aber so viele Faktoren wie Körperbau, Sitzposition, Kleidung oder Training eine Rolle, die ganz unterschiedlich beurteilt werden, dass es müßig ist, irgendwelche Tipps zu geben, außer den, Geduld zu haben und solange verschiedene Sättel auszuprobieren, bis Sie den richtigen gefunden haben. Ein seriöser Händler wird Ihnen immer die Möglichkeit geben, einen Sattel nach ein paar Tagen wieder umzutauschen.

Ich bin es gewohnt, eine Rücktrittbremse zu haben, fühle mich damit erheblich sicherer und möchte auf keinen Fall darauf verzichten.

Das brauchen Sie auch gar nicht, denn sehr viele Nabenschaltungs-Modelle sind wahlweise mit oder ohne Rücktritt erhältlich. Auch wenn der Rücktritt heutzutage (nicht ganz ohne Grund) häufig als "überholt" oder "unpraktisch" bezeichnet wird, sollten Sie bedenken, dass zum Radfahren auch immer eine große Menge Psychologie gehört.

Nur wer sich sicher fühlt, fährt zügig genug, um das Gleichgewicht halten zu können.

Andersherum gesagt: Wenn der fehlende Rücktritt dazu führt, dass Sie immer Angst vor einer Gefahrensituation haben, in der Sie dann eventuell ins Leere treten, fahren Sie automatisch so unsicher und langsam, dass Sie das Rad kaum geradeaus fahren können oder noch schlimmer, die Lust am Fahren ganz verlieren.

Also lassen Sie sich den Rücktritt nicht ausreden, wenn Sie ihn gewohnt sind.

Ich möchte das Rad vor allen Dingen auf Reisen und im Urlaub nutzen.

Es gibt inzwischen auch eine große Auswahl an Falträdern, die problemlos in jeden Kofferraum passen. Diesen Vorteil muss man sich aber mit einer Einschränkung im Fahrverhalten erkaufen.

Erstens legen 16- oder 20 Zoll-Reifen pro Umdrehung bis zu einem Meter weniger Strecke zurück und zweitens sind die Sitzposition und das Lenkverhalten eines solchen Rades sehr gewöhnungsbedürftig.

Sie ahnen, welches Fazit wir ziehen können:

Probefahren zwingend erforderlich.